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#Buchrezension: Geschäftsmodelle entwickeln


janwo - 13. Dezember 2021 - 2 comments

Wie entwickelt man eigentlich Geschäftsmodelle und was ist die Theorie dahinter?

Im Rahmen meiner Masterarbeit über die Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle, habe ich mich auch mit der wissenschaftlichen Theorie dahinter befasst. Im Zuge dessen, bin ich auf das Buch „Geschäftsmodelle entwickeln – 55 innovative Konzepte mit dem St. Galler Business Model Navigator“ von Oliver Gassmann, Karolin Frankenberger und Michaela Csik gestoßen. Im Gegensatz zu vielen anderen meiner Rezensionen ist dies kein Buch zum reinen Entertainment. Es geht viel mehr um die wissenschaftlichen Punkte hinter Geschäftsmodellen: Was ist die Theorie hinter Geschäftsmodellen? Aus welchen Elementen besteht ein Geschäftsmodell? Wie kann ich ein Geschäftsmodell transformieren und welche Blaupausen für verschiedene Geschäftsmodelle gibt es eigentlich? All das sind Fragen, die in dem Buch gestellt und auch beantwortet werden. Zwar wird auch einiges an Theorie vermittelt, aber zu meiner Überraschung gar nicht auf trockene Art und Weise, wie man es von einem Sachbuch vielleicht erwarten würde. Warum ich das Buch vor allem als Pflichtlektüre für jedes „alteingesessene“ Management von Unternehmen empfehlen würde, erfahrt ihr in dieser Bewertung.

Buchdetails

TitelGeschäftsmodelle entwickeln
Untertitel55 innovative Konzepte mit dem St. Galler Business Model Navigator
ISBN978-3446451759
VerlagHanser
Veröffentlichung10.07.2017
Umfang416 Seiten
SpracheDeutsch
ShoplinkLink

Welches Thema und Problem adressiert dieses Buch

Überall liest man, dass die digitale Transformation neue Geschäftsmodelle hervorbringt und alte zerstört bzw. disruptiert. Nun fragen sich unweigerlich viele Personen: Wie kann ich als Manager diesem Zustand begegnen? Meine persönliche Erfahrung zeigt, dass viele Manager schon damit Probleme haben, das Geschäftsmodell des Unternehmens auf einer einzigen Seite (One-Pager) darzustellen. Neben dem klassischen Business Model Navigator (BMC), welches oft in Workshops verwendet wird, gibt es auch das St. Galler Business Model. Genau dieser gilt als Grundgerüst im Buch. Während das BMC ein Geschäftsmodell in neun Felder aufteilt, verwenden die Autoren des St. Galler Business Models die Felder Wer; Was; Wie und Wert – dargestellt in einem Pyramidenmodell:

https://www.buchreport.de/wp-content/uploads/2017/05/Bild2.1_Grundlogik-Gesch%C3%A4ftsmodell_9783446446786_Gassmann-Sutter_Digitale-TransformationcHanser-Verlag_1000w.png
St. Galler Business Model Navigator (Quelle)

Für wen ist dieses Buch geeignet

Dieses Buch eignet sich meiner Meinung nach für alle Führungskräfte in einem Unternehmen, die selbst ein bisschen in die Theorie der Geschäftsmodellinnovation einsteigen möchten. Befindet sich das Unternehmen gerade in einem derzeitigen Prozess oder möchte man diesen anstoßen, empfehle ich dieses Buch. Vor allem um selbst tiefer in die Materie einsteigen zu können. Aber auch Entrepreneure und jene, die es werden wollen, finden in dem Buch 55 verschiedene Vorlagen, um ihr eigenes Geschäftsmodell aufzubauen.

Innovation ist die Grundaufgabe einer jeden Führungskraft, für das Verwalten der Routine ist der Lohn nicht gerechtfertigt.

Geschäftsmodelle entwickeln, Seite 20

Es sollten nicht immer nur die externen Berater sein, die einem sagen, wie dieses oder jenes auszusehen hat. Viel besser ist es, wenn man selber etwas Ahnung von der Materie mitbringt.

Meine persönliche Meinung

Mit der Erwartung an ein klassisches Sachbuch bin ich an diese Veröffentlichung herangegangen. Überrascht wurde ich von der spannenden Verbindung zwischen harter Theorie und sehr angenehm zu lesenden Praxisbeispielen. Die „Kirsche auf die Sahne“ setzt das Buch dann aber mit der umfangreichen Sammlung an unterschiedlichen Geschäftsmodellen auf. Es macht wirklich Spass sich durch den umfangreichen Fundus an unterschiedlichen Geschäftsmodellen zu wühlen. Für mich ist es daher eine sehr gekonnter Aufbau aus Theorie und Praxisbeispielen.

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2 comments

  1. Stephan

    Hallo Jan, spannende Empfehlung – mal etwas anderes. Ist das hier vorgestellte Modell ähnlich zu dem St. Galler Management Modell? Oder ist das etwas ganz anderes? Danke dir und viele Grüsse, Stephan B.

    • Hallo Stephan, danke für deinen netten Kommentar und deine Frage. Diese kann ich dir insofern beantworten, als das das St. Galler Management Modell versucht die verschiedenene Managementebenen und die das Unternehmen umgebenen Systeme abzubilden. Es ist also eher ein Unternehmenssteuerungsmodell. Ich persönlich fand es ganz gut zur Umwelt- und Stakeholderanalyse, um daraus dann Managementprozesse abzuleiten. Zur Darstellung eines Geschäftsmodells eignet es sich definitiv nicht. Hier nimmst du dann das St. Galler Business Model. Ich hoffe dir hiermit weitergeholfen zu haben – ansonsten einfach nochmal melden. Besten Gruss, Jan

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