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#Buchrezension: Disrupt Yourself


janwo - 21. Januar 2022 - 0 comments

Was bedeutet es, sich immer wieder neu erfinden zu müssen?

Nach „Silicon Valley“ und „Silicon Germany“ folgt mit „Disrupt Yourself“ das dritte Buch einer meiner Lieblingsautoren, Christoph Keese. Da ich die ersten beiden Bände geradezu „verschlungen“ habe, bin ich mit entsprechend grossen Erwartungen an „Disrupt Yourself“ herangegangen. Ob sich diese erfüllt haben und warum die Disruption des eigenen Jobs so wichtig ist, erfahrt ihr in dieser Rezension.

Buchdetails

TitelDisrupt Yourself
UntertitelVom Abenteuer, sich in der digitalen Welt neu erfinden zu müssen
ISBN3328600337
VerlagPenguin
Veröffentlichung24.09.2018
Umfang288 Seiten
SpracheDeutsch
ShoplinkLink

Welches Thema und Problem adressiert das Buch „Disrupt Yourself“?

Am eigenen Leib merkt Christoph Keese, was Disruption bedeutet, als er als Vertreter etablierter Medien auf Blogger trifft.

„Disruption tut weh, sie verletzt, merke ich. Meine Identifikation mit meinem Beruf ist so stark, dass mich diese aggressive Missachtung ganz persönlich trifft. Es bleibt ein Gefühl der Frustration, Enttäuschung und Verägerung.“

Disrupt Yourself, Seite 12

Immer öfter hören wir, dass viele Jobs aufgrund der fortschreitenden digitalen Transformation nicht mehr benötigt werden. Aus reiner Bequemlichkeit tun wir dies mit dem Gedanken ab, dass es auf jeden Fall die anderen trifft – wir sind in unserem eigenen Job schließlich unersetzbar. Ein gefährlicher Irrglaube, wie uns Christoph Keese eindrucksvoll immer wieder vor Augen führt.

Eine Grundlage für das Buch bildet die Studie „Die Zukunft der Arbeit: Wie anfällig sind Jobs für die Computerisierung?“ aus dem Jahr 2013 von Carl Benedikt Frey. Rund 47 % der US-Arbeitsplätze seien demnach in Gefahr. Die Projektion auf den Rest der Welt sieht nicht viel besser aus.

Mit dieser düsteren Prognose geht Christoph Keese dann in die genauere Analyse: Pro Kapitel bringt er Vorschläge, wie man der Gefahr begegnen kann. Das Ganze tut er sehr leserlich, anschaulich und leicht verständlich. Er kommt dabei immer wieder auf sein eigenes Jobprofil zurück und mit welchen Maßnahmen er der „Eigendisruption“ entgehen will. Das macht das Gesagte nahbar.

„Disrupt Yourself“ greift (wie der Titel sagt) die ganz konkrete Gefahr auf, dass wahrscheinlich auch unser eigenes Jobprofil in der jetzigen Form nicht auf Dauer existieren wird. Eine Tatsache, der wir uns einfach stellen müssen, aber viel zu oft blind sind!

Für wen ist das Buch „Disrupt Yourself“ geeignet?

Wer noch Belege dafür gesucht hat, dass auch der eigene Job nicht auf Dauer bestehen bleibt, findet sie in dem Buch. Wie für Christoph Keese üblich, versucht er immer wieder Praxisbeispiele aus seinen Erlebnissen einzubeziehen. Das Buch ist ganz sicher kein Theoriebuch, kein reines Managerbuch und auch kein reiner Führungsleitfaden. Es ist ein tolles Mahnmal für die Wandelbarkeit unserer Arbeit, das es zu beachten gilt.

Wer die ersten Veröffentlichungen von Christoph Keese gelesen hat, wird sich auch hier wiederfinden. Es ist allerdings kein Muss, die ersten beiden Bücher gelesen haben zu müssen und es braucht keine besonderen Vor- bzw. Hintergrundkenntnisse.

Meine persönliche Meinung

Wer die ersten beiden Bücher gelesen hat, wird an manchen Stellen denken „das habe ich so ähnlich doch schonmal gehört“. Und in der Tat sind nicht alle aufgeführten Aspekte neu. Dennoch kann das Buch dadurch für sich alleine stehen. Beispiele von Unternehmen wie Flixbus oder aus der Politik lassen uns als Leser einige Male ungläubig den Kopf schütteln. Ich habe an einigen Stellen neue Erkenntnisse bekommen können und habe mich stets unterhalten gefühlt, aber an „Silicon Valley“ kommt es nicht heran.

Hier könnt ihr meine Buchrezension zu „Silicon Germany“ lesen.

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